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"Super gelaufen, super interessant" - Das Projekt Antirassismus im (Schul-)Alltag mit der Oberstufe der Gesamtschule Heiligenhaus

Merle, Duygu, Alex, Mohamed und 66 weitere Jugendliche nahmen Ende November an einem dreitägigen Projekt "Antirassismus im (Schul-)Alltag" teil.

"Wir dachten, wir müssten uns jetzt Vorträge anhören. Stattdessen konnten wir selber einbringen und mitgestalten, was uns zu diesem Thema wichtig ist", so Merle. Es fanden vier Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt. "Ich habe jetzt ein anderes besseres Verständnis vom Islam bekommen", sagte Alex.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich damit, wo Rassismus beginnt, z. B. mit ausländerfeindlichen Witzen und Äußerungen, die man – ohne nachzudenken – mal eben auf dem Schulhof erzählt und nicht versteht, dass einige MitschüerInnen vielleicht pikiert gucken. Auch Rechtsextremismus und der lasche Umgang von offiziellen Stellen damit - wie die Morde der NSU, das Lavieren mit Verboten von gewaltbereiten Nazi-Organisationen (Nationale Autonome in Dortmund) - wurden thematisiert.

"Wir haben viele Denkanstöße bekommen, konnten verschiedene Perspektiven ausprobieren und sind sensibler für alltägliche Diskriminierungserfahrungen und soziale Ungleichheit geworden. Toll war, dass die Teamer, die nur wenig älter als wir waren, uns zur freien und kreativen Mitarbeit motiviert haben und immer offen auch für kontroverse Diskussionen waren", war das Resümee der Jugendlichen in der Abschlussreflexion.

Ulla Rothe